DIE GROSSE FEHDE
Ein Roman aus dem Dortmunder Krieg von 1388/89
 
 
 

DIE GROSSE FEHDE - Infos


WAS NACH DEM KRIEG GESCHAH:

Der Krieg „Bürger gegen Bauern“ setzte sich noch bis zum November 1389 fort. Neben kleinen Scharmützeln und Plünderungen gab es nur noch einen erwähnenswerten Versuch der Feinde, Dortmund einzunehmen. Am 21. Mai 1389 setzten sich vierhundert Reiter und über eintausend Fusstruppen in Bewegung. Sie schickten einen kleinen Trupp voraus, um die Dortmunder aus der Stadt zu locken. Zwar kam es zu einem Kampf, die Stadt konnte jedoch nicht erstürmt werden.
Ab dem 4. November wurde ununterbrochen verhandelt. Die Gegner der Dortmunder reduzierten ihre Forderungen gewaltig, die Ratsherren wollten jedoch überhaupt nichts zahlen. Erst durch das Drängen des Soester Schiedsmannes, der als Vermittler auftrat, erklärte sich die Stadt bereit, sowohl dem Erzbischof, als auch dem Grafen von der Mark je 7000 Gulden als freiwilliges Geschenk zu geben. Der Friede war erreicht und die Belagerung wurde aufgehoben.
 
Warum misslang die Aushungerung der Stadt?
 
Schon 1550 hat der Stadthistoriker Dietrich Westhoff wie folgt analysiert:
Die Fleisch- und Milchversorgung blieb intakt.
Die Holzversorgung war aufgrund der stadtnahen Wälder unproblematisch.
Lebensmittelvorröte konnten aus Haltern und Münster herangebracht werden, weil der Bischof von Münster – obwohl er der Anti-Dortmunder-Koalition angehörte – die Transporte nicht behinderte.
Dortmund hatte enorme Getreidevorräte angelegt und konnte am Ende der Fehde sogar noch Roggen an andere Städte verkaufen. 
Dortmund ist zweiffelos als Sieger aus dem langen Kampf hervorgegangen. Aufseiten der Stadt gab es während des gesamten Krieges lediglich 30 Todesopfer zu beklagen.
Die später auf dem Ostentor angebrachte Inschrift besagt stolz:
 
Dus stat is vry, dem rike holt,
Verkoept des nicht umb alles golt.
 
(Die Stadt ist frei und nur dem Reiche treu, verkauft sich nicht für alles Gold!“)
 
Und als sich andere Städte im Lan gegen die Fürstewn auflehnten, um ihre Freiheiten zu verteidigen, hörte man immer wieder den berühmten Ruf, der den Bürgern Mut machen sollte:
 
So fast as Düöpm! 
So fest (standhaft) wie Dortmund!